Die nach wie vor wichtigste Quelle für qualifiziertes Personal in reiseburos ist die Ausbildung in diesen selbst zur Reiseverkehrskauffrau/zum Reiseverkehrskaufmann und zur Reiseverkehrsassistentin/zum Reiseverkehrsassistenten. Aber auch mit zunehmenden Maß arbeiten auch Fachhochschulabsolventen bei großen reiseburos. Weitere Ausbildungsstätten sind Fremdenverkehrsfachschulen und -akademien.

Die steigende Reiseerfahrung der Kunden und der schwindende Informationsvorsprung des reiseburos stellen die Existenz vieler reiseburos mittelfristig in Frage. Heute können sich Kunden selbst per Internet detailliert über Hotels, Sehenswürdigkeiten und Transportmöglichkeiten in aller Welt informieren, was einst eine klassische Kernfunktion des reiseburos gewesen ist.

Ein weiteres Szenario für reiseburos könnte mittelfristig auch der Wegfall der Provisionen von Reiseveranstaltern sein. Dies hätte zur Konsequenz, dass Kunden nur dann noch im reiseburo buchen werden, wenn sie für das vom reiseburo erhobene Serviceentgelt eine erfahrbare, nachvollziehbare Zusatzleistung oder Zusatznutzen erhalten (wie zum Beispiel eine überaus detaillierte und fundierte Beratung mit Spezialkenntnissen zum gewünschten Reiseziel). Denkbar wäre auch, dass reiseburos für eine reine Beratung, unabhängig vom Abschluss eines Reisevertrages, Gebühren verlangen.

Aber auch für reiseburos mit einer IATA-Lizenz lohnt sich ein Vertrag mit einem Consolidator. Durch die hohe Anzahl der ausgestellten Flugtickets erhält ein Consolidator bessere Bedingungen für den Einkauf bei den Fluggesellschaften als ein reiseburo. Diese Preise werden dann an die reiseburos weitergegeben, die dadurch günstigere Reisen verkaufen können. Vor Jahren wurden Graumarktpreise mit Duldung der Fluggesellschaften an die reiseburos kommuniziert. Mittlerweile ist ein ganzer Tarifdschungel neben den Published-Tarifen entstanden, wie z. B. Nego-Tarife, Bulk-Tarife, Corporate-Tarife oder Unifares.

Einige Online-reiseburos verzeichnen in den vergangenen Jahren große Umsatzzuwächse, anderen erleben herbe Rückgänge, einige haben auch bereits wieder geschlossen. Sie bieten dem Nutzer die Möglichkeit, sich Reisen auch nach Feierabend oder am Wochenende zusammen zu stellen und per Mausklick zu buchen. Viele Onlinereiseburos bieten auf ihren Internetseiten zudem umfangreiche Informationsangebote, so zum Beispiel Hotelbewertungen oder Ausflugstipps.

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Author: Burt Mitchell